Tipps für Laufschuhe – Marathon (42,195 km)

Foto: © bofotolux

Marathon – Besonderheiten beim Laufschuhkauf

Der richtige Laufschuh gehört ebenso zu einer guten Marathon-Vorbereitung, wie die langen Trainingsläufe über 20 km. Die körperliche Belastung bei einem Marathon ist enorm groß. So muss ein Läufer, mit einem Körpergewicht von 80 kg – und einer Schrittlänge von einem Meter – mit einer Belastung von ca. 1000 Tonnen (1.000 000 kg!!!) rechnen. Bei dieser Rechnung wird klar, dass ein guter Laufschuh ein absolutes Muss ist.

Plane den Laufschuhkauf rechtzeitig ein. Um die Passform, Größe, Führung und Dämpfungsverhalten wirklich bewerten zu können, sollten Sie ca. 3-4 lange Läufe (über 20 Kilometer) damit gelaufen sein. Nur so bleibt auch Zeit bei auftretenden Problemen (z.B. Reibestellen, Blasen) zu reagieren.

 

Mein Tipp: Testen den Laufschuh vorab unbedingt auf dem „Wettkampfbelag“. Dieser ist bei einem Marathon meist Asphalt und weist andere Eigenschaften auf, wie z.B. Waldboden oder Feldwege.

 

Die Dämpfung
Das Dämpfungssystem ist die „Lebensversicherung“ für jeden Marathonläufer. Jede Marke bietet sein eigenes Dämpfungssystem. Egal für welche Schuhmarke Sie entscheiden, die Dämpfung sollte sich im Fersen- sowie Vorfußbereich befindet. Nur so erzielst du den benötigten Dämpfungskomfort für einen Marathon.

Zur „Lebensdauer“ von Laufschuhen:
Die Dämpfung eines Laufschuhs unterliegt einem natürlichen Verschleißprozess. Rechnen Sie – Je nach Körpergewicht – mit einer Lebensdauer der Laufschuhe von ca. 800-1000 km. Meist lassen nach dieser Zeit die  Dämpfungseffekte der Zwischensohle (meist aus PU) stark nach. Überlastungen für Knie und Gelenke können dann nicht ausgeschlossen werden. Ein regelmäßiger Wechsel zwischen zwei Paar Laufschuhen ermöglicht übrigens eine erholsame Regenerationsphase für beide Laufschuhe.

Die Sohle
Die Laufsohle unterstützt u.a. das Abrollverhalten während einem Marathon. Ein Mix aus „gut profiliert“ und „Flexibilität“ ist hier die richtige Wahl. Marathoneinsteiger/innen sollten keine zu dünne Sohle wählen, wie man sie z.B. oft bei Wettkampfschuhen sieht. Diese verbessert zwar die Kraftübertragung, allerdings leidet schnell der Dämpfungskomfort darunter. Dieser wird meist auf den letzten Kilometern eines Marathons dringend benötigt.

Das Obermaterial
Das Obermaterial unterstützt die Stabilität und Atmungsaktivität des Laufschuhs.  Meist wird es aus Synthetikleder in Kombination mit Mesheinsätzen verarbeitet. Die Mesheinsätze erhöhen die Atmungsaktivität (mit den richtigen Laufsocken) und halten die Füße trocken. Blasenbildungen können so vermieden werden. Das Synthetikleder ist etwas fester und sorgt entsprechend für die Stabilität des Laufschuhs.

Passform/Größe
Nur wenn der Laufschuh zu 100% passt, begleitet er sie beschwerdefrei ins Marathonziel. Deshalb ist es – wie bereits erwähnt – wichtig, den Laufschuh frühzeitig zu kaufen. Achte  bei der Passform darauf, dass der Schuh im Fersen- sowie im Mittelfußbereich fest sitzt. Der Mittelfußbereich sollte durch die Schnürung noch gelockert bzw. enger geschnürt werden können. Der Vorfußbereich hingegen darf etwas lockerer sitzen, so dass sich Ihre Füße darin natürlich bewegen können. Was die Größe angeht, solltest du darauf achten, dass deine Zehen an der Schuhspitze nicht anstoßen. Eine ½ – 1 Daumenbreite Freiraum ist eine gute Wahl.

Laufschuhe fallen prinzipiell etwas kleiner aus. Wundere dich daher nicht, wenn du 1-2 Größen größer benötigst.

 

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*